Vorsicht bei Luxussportwagen

Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzug kann verwehrt werden

 

Aufwendungen für ein zum Betriebsvermögen gehörendes Fahrzeug sind grundsätzlich als Betriebsausgaben abziehbar. Die Abzugsfähigkeit der Fahrzeugkosten hat allerdings dort seine Grenze, wo die Kosten als unangemessen einzustufen sind. Diese Gefahr besteht vor allem bei Luxusfahrzeugen und Sportwagen mit hohen Bruttolistenpreisen. Hier ist nicht nur die zu versteuernde private Nutzung ein teures Vergnügen, wenn
diese nach der 1 %-Regel zu bewerten ist.

Vielmehr können die Fahrzeugkosten möglicherweise nur teilweise oder überhaupt nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden. Das gilt selbst dann, wenn die betriebliche Nutzung unstrittig ist. Finanzamt und Finanzgerichte gehen bei Fahrzeugen im Rang eines Lamborghini oder Ferrari Spider mitunter von einem unangemessenen Repräsentationsaufwand aus und lassen nur angemessene Fahrzeugkosten zum Abzug zu. Dafür gibt es jedoch keine festen Grenzwerte, sondern es muss jeder Einzelfall für sich geprüft werden. Zum Vergleich werden beispielsweise die Kosten für aufwändigere Modelle gängiger Marken der Oberklasse (BMW
und Mercedes Benz) herangezogen.

Doch es sind nicht nur die laufenden Kosten, auf denen der Unternehmer im Zweifel sitzenbleibt. Auch der Vorsteuerabzug ist in Gefahr. So hat das Finanzgericht Hamburg im Oktober 2018 für einen Lamborghini Aventador sogar den gesamten Vorsteuerabzug gestrichen. Seine Begründung: Ein Supersportwagen ist mit Luxusgegenständen wie Motor- und Segeljachten vergleichbar. Damit ist auch kein anteiliger Vorsteuerabzug zulässig.

Was bei dem einen Unternehmer als unangemessen angesehen wird, kann bei einem anderen durchaus angemessen sein. Entscheidend ist, ob der Unternehmer einen besonderen Repräsentationsbedarf und entsprechende Akquisitionschancen glaubhaft machen kann. Bei der Prüfung angemessener Aufwendungen werden berücksichtigt:

  • die Größe des Unternehmens
  • die Höhe des langfristigen Umsatzes und Gewinns
  • die Bedeutung für den Geschäftserfolg
  • die Üblichkeit der Aufwendungen in vergleichbaren Betrieben
  • sonstige Gründe für die Mehraufwendungen

(Stand: 09.05.2019)

 

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